Der Dachdeckermeister Dieter Genschur ist zusammen mit seinen 8 Mitarbeitern im Bereich der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, sowie Gerüstbau tätig. Die Firma besteht seit 1992.
Nach einer sehr positiven Erfahrung mit einem schwerbehinderten Lagerfacharbeiter, entschloss sich Dieter Genschur zu der Einstellung eines weiteren schwerbehinderten Mitarbeiters. Er wandte sich daher an den Integrationsfachdienst für den Kreis Warendorf (IFD). In einem gemeinsamen Gespräch mit einer Mitarbeiterin des IFDs wurde genau erörtert, welches Fähigkeitsprofil für die gesuchte Tätigkeit erforderlich war. Es wurde schnell ein potentieller Teilnehmer aus dem Betreuungspool des IFDs gefunden: Georg P, 33 Jahre, lernbehindert bedingt durch einen frühkindlichen Hirnschaden. Nach der Sonderschule hat er in verschiedenen Bereichen als Produktionshelfer gearbeitet, war immer wieder arbeitslos, nahm an verschiedenen Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose teil und wurde auf den IFD aufmerksam. Nach einem erfolgreich absolvierten Erprobungspraktikum wurde Herr P. schließlich unbefristet eingestellt. Zu seinen Aufgaben gehören neben Helfertätigkeiten auf dem Firmengelände und den Baustellen, die Pflege der Außenanlagen, sowie Aufräumarbeiten. Nachdem die befristete Förderung der Lohnkosten durch die Agentur für Arbeit auslief, hat der IFD den Kontakt zum Integrationsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hergestellt zwecks eines finanziellen Ausgleichs der behinderungsbedingten Einschränkung.
Der Geschäftsführer Dieter Genschur und sein Team sind mit Herrn P. sehr zufrieden. Die Antwort von Herrn P. auf die Frage, ob er mal zwei Stunden länger arbeiten könne und ausnahmsweise auch am Samstag arbeiten würde, sei stets: „Klar, kein Problem, Chef!“ „Bei einem solch motivierten und stets arbeitswilligen Mitarbeiter nimmt man doch gerne in Kauf, dass er nicht so flexibel ist und man ihm die eine oder andere Arbeit doch etwas genauer erklären muss,“ so Dieter Genschur.