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Landesamt für Personaleinsatzmanagement (LPEM) in Kooperation mit dem IFD

Was ist PEM - das Landesamt für Personaleinsatzmanagement NRW?

Die Beschäftigten des Landes NRW stellen ein wichtiges Potential für die politische Handlungsfähigkeit und administrative Kraft des größten Bundeslandes dar. Daher ist der optimale Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Modernisierung der Landesverwaltung. Vor dem Hintergrund der strukturellen Haushaltssituation des Landes ist die Umstrukturierung der gesamten öffentlichen Verwaltung in NRW jedoch unumgänglich.
Mit der Ausfertigung des Gesetzes vom 19.06.2007 zur Einrichtung des Landesamtes für Personaleinsatzmanagements NRW (PEM) wurde das Landesamt offiziell ins Leben gerufen. Das Landesamt ist eine dem Finanzministerium NRW nachgeordnete Landesoberbehörde mit Hauptsitz in Düsseldorf.

Aufgabe des Landesamtes für Personaleinsatzmanagement NRW ist es einerseits, die vorzeitige Realisierung von kw-Vermerken (künftig wegfallend) zu fördern, um zu der Konsolidierung des Landeshaushaltes beizutragen.

Andererseits besteht die Aufgabe darin, einen landesinternen Arbeitsmarkt zu schaffen, um den Personaleinsatz zu optimieren.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit des Landesamtes ist die rasche Vermittlung von Beschäftigten, die von der Verwaltungsstrukturreform direkt betroffen sind, z.B. aus aufgelösten Behörden. Sie werden in feste Stellen oder in längerfristige Übergangseinsätze vermittelt.
Während des gesamten Vermittlungsprozesses steht den Beschäftigten eine persönliche Beratungsperson zur Verfügung, die eine Unterstützung vom Erstgespräch über eine mögliche Qualifizierung bis hin zur Vermittlung in einen Übergangseinsatz oder eine Stelle sicherstellt.
Um darüber hinaus auf die vielen Fragen der Beschäftigten konkrete Auskünfte geben zu können, hat das Landesamt spezielle Ansprechpersonen benannt, die in einem Gespräch weiterführend informieren können. Diese Gespräche unterliegen selbstverständlich der absoluten Vertraulichkeit.

Der Landtag hatte am 24. Oktober 2007 entschieden, die Versorgungsverwaltung mit dem Ziel einer weitgehenden Kommunalisierung umzustrukturieren. Die elf Versorgungsämter wurden zum 1. Januar 2008 aufgelöst. Zeitgleich wurden die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts und die Aufgaben nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz auf die 54 Kreise und kreisfreien Städte übertragen. Diese Umstrukturierung hatte u. a. zur Folge, dass für Personal des ehemaligen Versorgungsamtes neue Einsatzmöglichkeiten bei Landesbehörden zu Suchen waren.

Bei dieser Suche nach einem neuen leidensgerechten Arbeitsplatz war der IFD Dortmund in einigen Fällen maßgeblich beteiligt. In einem Fall ist die Integration besonders erfolgreich verlaufen. Die Klientin, Frau Susanne H. ist aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers in der Geburtshilfe geistig behindert. Sie hat einen GdB von 100 vom Hundert und war vom 01.01.1982 bis 28.02.2010  bei Versorgungsamt Dortmund in der Poststelle beschäftigt.

Nach der Erstellung eines Fähigkeitsprofils wurde nach einer Einsatzmöglichkeit mit passendem Anforderungsprofil gesucht. Fündig wurde der IFD beim Landgericht Dortmund und zwar in der Wachtmeisterei. Die Wachtmeisterei ist zuständig für

· die Sicherheit im Gebäude (Personenkontrolle),
· den Sitzungs- und Vorführdienst,
· die Bearbeitung der ein- und ausgehenden Post,
· den Vorführdienst,
· den Pfortendienst (allgemeine Auskünfte),
· die Archivverwaltung,
· die Asservatenverwaltung und die Materialverwaltung

Daneben erledigen die Justizwachtmeister den Postein- und Postausgang und sorgen dafür, dass Akten, Anträge, Briefe usw. die richtige Abteilung des Gerichts erreichen. In genau diesem Bereich sollte Frau H. eingesetzt werden. Im Vorfeld wurde mit den Bediensteten über die Art der Behinderung der Frau H. gesprochen und darüber, wie man am besten im Arbeitsalltag damit umgeht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Landgericht Dortmund waren von Anfang an sehr interessiert und waren alle gespannt auf das für sie völlig neue „Experiment“. Der Eingliederungsprozess, der am 01.03.2010 begann, wurde engmaschig vom IFD begleitet. In zahlreichen Betriebsbesuchen konnte stets festgestellt werden, dass die Mitarbeiter der Wachmeisterei Frau H. in ihr Team aufgenommen haben. Trotz ihrer Einschränkungen und Auffälligkeiten ist sie ein vollwertiges Mitglied des Teams geworden und fühlt sich so wohl wie lange nicht mehr.

Diese erfolgreiche Integration war nur möglich, weil alle Beteiligten im stetigen Austausch standen, ihre Kooperation laufend miteinander abstimmten und letztlich die neuen Kollegen und die beteiligten Personalverantwortlichen offen waren und wertschätzend mit ihrer neuen Kollegin umgehen konnten.

Die Eltern der Frau H. berichteten stolz, dass sie nun eine ganz andere Tochter haben. Sie sei stets gut gelaunt, wenn sie von der Arbeit kommt, freue sich auf den nächsten Arbeitstag und erzähle oft von ihrer Arbeit.

Friedrich Nelle
Begleitende Hilfen

   Frau H. mit Herrn Nelle (IFD) an ihrem Arbeitsplatz
   Frau H. mit Herrn Nelle (IFD) an ihrem Arbeitsplatz

   Frau H: mit Frau Tennagels vom PEM und Herrn Nelle vom IFD Dortmund
   Frau H: mit Frau Tennagels vom PEM und Herrn Nelle vom IFD Dortmund

   Frau H. mit ihren neuen Kollegen
   Frau H. mit ihren neuen Kollegen
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